
Erprobte Wege aus Erschöpfung. Mit dem Inneren Kind.
Photo by Hanna Postova on Unsplash
Als ich vor einigen Jahren in einer endlosen Schlaufe aus Erschöpfung ankam, wollte ich nur eins: so schnell wie möglich wieder fit sein. Normal funktionieren, wie alle anderen auch. Über die Jahre habe ich eine Menge ausprobiert, manches hat funktioniert, vieles nicht.
Wenn ich heute die Berichte bei Facebook in den dazu passenden Gruppen lese, geht es ziemlich vielen Menschen so. Erschreckend vielen. Zu erschöpft und dennoch muss es weitergehen - irgendwie. Es gibt keinen Ausweg. Das ist ein bisschen wie mit den früheren Akkus. Ludt man einen Akku rechtzeitig auf, ging es schnell. War der Akku einmal komplett ausgelutscht, wurde das Aufladen zum Problem. Wenn man Pech hatte, war der Akku futsch.
Als Mensch - und nicht technisches Gerät - hatte ich jetzt nicht so viel Bock darauf, mit Anfang 40 futsch zu sein. Akku bei amazon nachbestellen und austauschen ging auch nicht. Ich musste und wollte auch unbedingt mit den vorhandenen Organen hinkommen. Für Menschen gibt es nicht den einen technischen Support, nicht den einen Heilweg. Schön wärs: Nimm die eine Tablette und Du bist in zwei Wochen wieder fit!?! Wäre das nicht cool? Nein, das wäre überhaupt nicht cool, weil wir dann mit Sicherheit noch rücksichtsloser zur Selbstausbeutung übergehen würden. Noch mehr von diesen Tabletten nehmen müssten.
Also durfte ich erstmal bei mir ankommen. Beginnend mit den ersten Tipps (absolut simpel, haben es dennoch in sich):
Ja, (fast) so einfach wäre es, ABER:
Das Dumme daran ist, dass sich niemand ohne Grund in die Erschöpfung hineinmanövriert. (Nach Virusinfektionen ohnehin nicht.) Inzwischen habe ich in den letzten Monaten regelmäßig Hilferufe in den FB-Gruppen wegen Erschöpfung gelesen. Ich stellte fest - die Betroffenen erliegen alle der gleichen Illusion, so wie ich damals:
–> All das ist blanker Unsinn, den der eigene Verstand in Reaktion auf das Umfeld produziert. Es muss überhaupt nicht weitergehen! Die äußeren Umstände sind nie aus Beton gegossen! Und was andere darüber denken, kann einem eigentlich komplett furz egal sein!
Eigentlich. Tatsächlich herrscht im Kopf eine in sich geschlossene, vollkommen logische Illusion, dass das Leben eben so sei, wie es ist. Daher erscheinen einem diese Gedanken als so wahr und unentrinnbar. Es ist auch nicht so einfach, sich selbst zu sagen: So, das ist jetzt eine Illusion. Ich lasse das jetzt mal. Ab jetzt kann ich mich erholen und nach mir die Sinnflut. Das funktioniert vermutlich nicht. (Jedenfalls nicht bei mir.) Dann meldet sich sofort der Verstand. Und, wie bitte schön, bezahlst Du die Stromrechnung? Mit Innerer Kindheilung kannst Du einen Weg aus der Illusion finden, die für Dich persönlich funktioniert. (Es gibt auch viele andere Wege, wie z.B. schamanische Heilsitzungen, Aufstellungen, Atemtherapie, Meditation etc. Ich habe vieles ausprobiert. Vieles funktioniert. Innere Kindheilung funktonierte für mich am besten, daher empfehle ich diesen Weg.)
Innere Kindheilung kann Dir helfen herauszufinden, wo Du aus Deiner persönlichen Illusion aussteigen kannst. Dich dem zu nähern, was Dich ganz persönlich auflädt, wo Deine körperlichen Grenzen liegen und worin Du überhaupt Deine individuellen Fähigkeiten und Deine Kraft investieren willst. Nicht über Nacht. Vermutlich auch nicht in zwei Wochen, aber sieben Jahre Eigenanalyse braucht es sicher auch nicht. Das kann viel schneller gehen.
Ich durfte gerade meiner Tochter Karlsson vom Dach von Astrid Lindgren vorlesen. Eine der Geschichten darin hatte mich etwas verdutzt. In einer klassisch patriachalen - idyllisch schwedischen Familie der 50er: Eine Hausfrau mit drei Kindern und berufstätigem Ehemann bekommt die ärztliche Diagnose, sie sei zu erschöpft und bräuchte dringend Ruhe. Sie müsse die Versorgung ihrer Familie für eine Weile abgeben. Die Mutter sitzt verzweifelt am Esstisch. Dennoch ist eine klare Lösung sofort da: eine Haushälterin. In dieser Geschichte dauert es einen Tag, dann erscheint eine Haushälterin.
Es ist in dieser Geschichte aus den 50ern überhaupt kein moralisches Problem, weder dass die Mutter ihre Koffer ein paar Tage später packt, noch dass diese Haushälterin nicht gerade ideal ist. (Meinung der Kinder: ein Hausbock!) Stell Dir das mal vor, so ohne gefühlt 100 Formulare bei der Krankenkasse durchdrungen und gefühlt 96 Telefonaten, wo man denn einen Kur-Platz bekäme… Die Lösung funktioniert irrerweise, ohne dass die Welt untergeht. Klar ist die Lösung nicht immer so schnell da wie in Romanen, doch überleg mal, wenn dieser ganze moralische Klimbim, du kannst doch nicht… und der ganze bürokratische Overhead, weg wäre und Du würdest Dir einfach die Erlaubnis geben, Dich zu erholen - egal, wie lange das dauerte.
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Wie könnte Dir nun die Arbeit mit dem Inneren Kind hier weiterhelfen?
Was hast Du ausprobiert? Was davon hat funktioniert? Was nicht? Vielleicht hast Du Lust, unten einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich weiß zum Beispiel, dass ich auf meinem Heilweg auch Medikamente ausprobiert hatte. Antidepressiva. Als ich mich auf den Weg machte, galt, dass Erschöpfung eine Form von Depression sei. Von Long-Covid oder CFS oder Ähnlichem (also auch ganz anderen Ursachen für Erschöpfung als Depression) hatte kaum einer etwas gehört. Natürlich hatten die Medikamente eine Wirkung. Ich würde sie in meinem Fall die Scheiß-Egal-Pillen nennen. Zumindest diese Wirkung hatten sie bei mir. Durch die Einnahme fühlte ich mich zwar besser, weil ich mich nicht mehr so schlecht fühlte. Aber im eigentlich Sinne auch nicht gut. Dazu war mir alles zu egal. Und die sonstigen Nebenwirkungen waren der Hammer.
Medikamten können im Notfall sinnvoll sein. Sie lösen allerdings keine Ursache. Wie sollte das gehen? Ein Medikament teilt einem nicht mit, wann man mit seiner Arbeit aufhören sollte, von welcher Person man mehr Abstand bräuchte, oder was genau einem mehr seelische Freude und Kraft bringen könnte. Im Gegenteil, dadurch, dass zumindest mir alles reichlichst egal unter den Medikamenten wurde, war mir auch egal, ob ich überhaupt Männlein oder Weiblein war. Dazu musste ich in den Spiegel schauen, um das zu wissen. Was mir Freude brächte? Woher sollte ich das wissen? War doch egal! Erschöpfung hin oder her, das fand ich gruselig. Daher habe ich die Medikamente nach den vorgesehenen sechs Monaten Mindesteinnahmezeit bleiben gelassen. Ohne bei der Psychiaterin nachzufragen, war mir nämlich egal. Im Nachhinein muss ich grinsen… (Normalerweise bitte mit dem behandendelnden Arzt ausschleichen.)
Sinnvoller als Medikamente für mich persönlich war, dass ich mir auf meinem Heilweg immer persönliche Unterstützung gesucht habe. Persönliche Begleitung ist hilfreich. Mit der Hilfe eines passenden Therapeuten bist Du viel schneller wieder auf den Beinen. Klar, mit jemandem, der nicht zu Dir passt, dauert es leider länger. Auch ein Therapeut ist nicht über allem erhaben - auch das ist mir unterwegs passiert. Nicht jeder passt zu jedem. Insofern, nicht nur Augen auf beim Autokauf, das ist auch angesagt beim Therapiekauf.
Spricht Dich die Übersicht unten an? Du kannst unterschiedliche Methoden benutzen, um die verschiedenen Punkte für Dich zu erarbeiten. Es ist auch nicht so, dass man zwingend alle Wege gegangen sein müsste, damit Heilung eintreten könnte. Heilung hängt davon ab, wo Du gerade stehst, wie tiefgehend Deine Situation Dich beeinträchtigt, was in Deinem Leben relevant ist und natürlich auch was Du alles schon ausprobiert hast.
Ich biete Dir an, mit Innerer Kindheilung, Aufstellungsarbeit, Coaching und Lichtkörperreinigung oder auch Traumatherapie diese Wege zu gehen.
Du hast den Impuls, Dich auf Deinem Weg von mir begleiten zu lassen? Dann buche Dir hier ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 20 min.) und wir klären gemeinsam, ob meine Unterstützung Dich weiterbringt.
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