Erprobte Wege aus Erschöpfung. Mit dem Inneren Kind.

Viele Menschen denken bei Trauma sofort an Katastrophen, Gewalt oder schwere Unfälle.
Doch ein Trauma ist im Kern eine seelische Verletzung, die entsteht, wenn eine Erfahrung unsere Möglichkeiten zur Bewältigung übersteigt. Das kann ein einmaliges, überwältigendes Ereignis sein – oder viele kleine, wiederkehrende Situationen, die uns dauerhaft überfordern.
Gerade in der Kindheit können Erlebnisse traumatisch wirken, denen wir als Erwachsene vielleicht gar keine große Bedeutung mehr beimessen würden. Entscheidend ist nicht das Ereignis selbst, sondern wie unser inneres System darauf reagiert.
Traumafolgen können sehr unterschiedlich aussehen. Manche Symptome sind bekannt, andere werden oft übersehen:
Typische Anzeichen:
Weniger typische, aber häufige Symptome:
Wichtig: Jeder Mensch reagiert anders. Es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Trauma-Symptom. Manches kann z.B. für Depression und für Traumafolgen sprechen.
Viele Menschen fragen sich:
„Ist das, was ich erlebt habe, wirklich schlimm genug?“
„Ist neuerdings alles Trauma, oder was?“
Diese Zweifel sind verständlich – und sie sind Teil des Problems. Unser psychisches System schützt uns oft, indem es Erinnerungen abspaltet oder bagatellisiert. Das ist keine Schwäche, sondern eine hochfunktionale Überlebensstrategie. Entscheidend ist nicht, ob ein Erlebnis „schlimm genug“ war, sondern wie es heute nachwirkt.
Nein. Nicht jedes unangenehme Erlebnis ist ein Trauma.
Zugleich tragen viele Menschen alte, unverarbeitete Erfahrungen mit sich, die das Leben heute unbewusst beeinflussen.
Es geht nicht darum, alles zu dramatisieren – sondern darum, die eigenen Belastungen ernst zu nehmen und neue Wege zu finden.
Manchmal sind es nicht die offensichtlichen Katastrophen, sondern das Fehlen von emotionaler Zuwendung, das uns prägt. Wenn Eltern selbst traumatisiert waren und ihre Kinder dauerhaft nicht co-regulieren konnten, kann das zu Bindungstraumata führen – auch ohne „schlimme“ äußere Ereignisse.
Auch psychische Gewalt, emotionale Vernachlässigung oder Beziehungen zu Menschen mit narzistischen Zügen können tiefe seelische Wunden hinterlassen – ganz ohne sichtbare Gewalt.
Die Antwort auf die Frage “Was ist Trauma?” würde ich nicht so sehr im Außen suchen. Nach dem Motto: Dieses oder jenes Ereignis ist eindeutig ein Trauma. Wer das nicht nachweisen kann, ist nicht traumatisiert, egal, wie es dem- oder derjenigen heute geht.
Übrigens: man geht davon aus, dass nur etwas 20% der Kinder, die Opfer von sexuellem Missbrauch wurden, später klassische Symptome einer (komplex-) posttraumatischen Belastungsstörung entwickeln. Die Mehrheit, die später seelisch an den Folgen leidet, hat eher unspezifische Symptome. Umgekehrt leiden nicht alle Menschen an seelischen Spätfolgen nach Erlebnissen, selbst wenn diese Erlebnisse von den meisten Menschen als traumatisch eingestuft würden.
Deswegen ist es interessanter, danach zu fragen: Hat ein für mich intensiveres Erlebnis oder eine längere Folge von kleinen Erlebnissen (wie lauter Nadelstiche) dazu geführt, dass meine Fähigkeit zur seelischen Verarbeitung überfordert war?
Traumatherapie bedeutet nicht, die Vergangenheit „wegzumachen“. Was geschehen ist, bleibt Teil der eigenen Geschichte.
Doch die Folgen müssen nicht das ganze Leben bestimmen:
Ziel ist nicht „Heilung“ im Sinne von Ausradieren, sondern mehr Freiheit, Selbstbestimmung und Lebensqualität.
Ich arbeite mit einer Kombination aus bewährten, wissenschaftlich fundierten und individuell abgestimmten Methoden, darunter:
Sie erhalten eine individuell abgestimmte Begleitung mit Methoden, die zu Ihnen und Ihrer Situation passen. Bei Interesse integriere ich ohne Mehrkosten auch energetische Wege für Trauma- und Schockentlastung auf allen Ebenen, basierend auf Techniken von Donna Eden und Chamuel Schauffert.
Trauma ist keine Schwäche und keine Schande. Es ist eine normale Reaktion auf außergewöhnliche Belastungen.
Traumatherapie kann helfen, die Vergangenheit zu integrieren, das eigene Nervensystem zu stärken und neue Perspektiven zu gewinnen – ganz ohne Druck, ohne Pathologisierung und ohne falsche Versprechen.
Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, ob Traumatherapie das Richtige für Sie ist, lade ich Sie herzlich zu einem kostenfreien Vorgespräch ein.
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Hinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung. Bei akuten Krisen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, eine Notfallambulanz oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst.